Jedes Tier hat seine Geschichte: Die Auffangstation für Wildtiere im „Patrimonio Natural“ in Argentinien
Um sich der Frage zu nähern, muss man sich, wohl oder übel, mit einer Zeit beschäftigen, die uns wohl allen noch recht präsent ist: Mit der Corona-Pandemie der Jahre 2020 bis 2023.
In diesem Zeitraum war auch mein momentanes Zuhause, Argentinien, von landesweiten Schließungen und harten Lockdowns als Schutzmaßnahme betroffen. Damit einhergehend schlossen auch viele Tierauffangstationen im Land, die sich darum kümmern, verletzte und schutzbedürftige Wildtiere zu versorgen, mit dem Ziel, sie dann später wieder in die Freiheit zu entlassen.
Eigentlich waren die Schließungen vorübergehend – jedoch trafen sie viele Institutionen so hart, dass an eine Wiederöffnung nach der Pandemie nicht zu denken war. In dieser Situation entschloss sich meine Chefin, die Gründerin der Reserva Natural del Pilar, Graciela Capodoglio, dazu, dem „Patrimonio Natural“ ein weiteres Aufgabengebiet hinzuzufügen: Die Pflege von Wildtieren, die durch die zuvor aktiven Auffangstationen nun nicht mehr garantiert werden konnte.
Scherzhaft sprechen wir heute bei dieser neuesten Aufgabe im Projekt von „la cola“ (dem „Schwanz“), da das "Patrimonio Natural" bereits vier „Pfoten“ hat (Baumschule, Naturschutzgebiet, Recyclingstation und Bildungsvorträge zum Thema Klima- und Naturschutz), und es keine Tiere mit fünf Pfoten gibt.








