Der essbare Wald ...
02.07.2026 - Anne Ebert
Hallo, mein Name ist Anne Ebert und ich bin 20 Jahre alt. Seit 10 Monaten darf ich in dem Projekt „casita de barro“ mein freiwilliges Jahr absolvieren. Lokalisiert ist dieses Projekt in San Jerónimo Tecuanipan im Bundesstaat Puebla. „Casita de Barro“ wurde 2008 von Ina Vanooteghem und Manuel Palma gegründet. Sie haben sich zur Aufgabe gemacht, ein Bildungsprojekt aufzubauen, um gemeinsam mit den Bewohnern von Tecuanipan Ideen für ein nachhaltiges Leben zu entwickeln. Auf unserem Gelände werden Räume geschaffen, die agroökologische Praktiken zur Förderung lokaler Ernährungssouveränität demonstrieren.
Für mich war es nicht nur ein Augenblick, sondern mehrere schöne und erlebnisreiche Monate, die wie im Fluge vergangen sind. Seit meinem letzten Bericht ist einiges passiert, von dem ich gerne noch berichten möchte. Zuletzt hatte ich von dem Umweltbildungsprojekt erzählt, dass wir in zwei vierten Klassen der Grundschule des Dorfes bis Mitte April durchgeführt hatten. Dies ist so gut gelaufen, dass wir im Juni wieder anknüpften und noch sechs weitere Stunden in der Schule umgesetzt haben.
Dieses Mal habe ich die Klassen nicht mehr zusammen mit den Studentinnen der lokalen Universität umgesetzt (diese hatten ihren sozialen Dienst nämlich schon beendet), sondern mit einem neuen deutschen Kollegen. Ende März hatte ein Mitfreiwilliger meiner Entsendeorganisation, Malte, seine Einsatzstelle von einer Montessori-Schule zu uns ins Casita de Barro gewechselt. Zusammen haben wir die weiteren Stunden geplant und umsetzt, und zwar nach dem Vorhaben, einen kleinen Schulgarten zu gestalten. Aber bevor ich von dem Beginn des Baus eines Schulgartens berichte, möchte ich zunächst noch kleine Einblicke in die letzten Stunden der ersten Hälfte des Projektes geben, von denen ich im vorangegangenen Bericht noch nicht erzählt hatte:
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Die letzte Stunde, die ich zusammen mit den Studentinnen gegeben habe, war eine kleine Wiederholungsstunde. Die Kinder haben in Gruppen oder alleine Präsentationen zu allen Klassen, die wir gemeinsam hatten, vorbereitet. Einige SchülerInnen sind richtig kreativ geworden und haben ein kleines „Casita de Barro“ – Modell gebastelt, oder Bienen-Masken, die sie während ihres Vortrags auf hatten. Von den Präsentationen ist auch ein kleines Video entstanden, das wir als kleine Erinnerung an die Eltern und Kinder geschickt haben.
Wie bereits erwähnt hatten wir nach einer kurzen Pause ab Juni wieder die Möglichkeit das Projekt weiterzuführen. Da auch die beiden Klassenlehrerinnen von der Idee eines kleinen Schulgartens sehr angetan waren, haben wir die folgenden Stunden alle unter dem Motto „wir planen und bauen unseren eigenen Schulgarten“ umgesetzt.
Dabei wollten wir die Kinder möglichst an allen Prozessen, von der Planung bis zur Umsetzung, beteiligen. In der ersten Stunde, die Malte und ich zusammen gegeben haben, haben wir uns zum Beispiel zunächst mit der wichtigsten Grundlage eines Gartens, der Erde, beschäftigt, und danach durften die Kinder anhand von Beispielbildern ihre ersten eignen Skizzen eines möglichen Schulgartens zeichnen, so wie sie ihn sich vorstellen. Die Designs der Kinder haben Malte und ich uns danach genau angeschaut, die verschiedenen Ideen kombiniert und daraus die finale Skizze für den Garten entworfen.
Für den praktischen Bau, sprich vor allem der Grabung der Löcher und die Vorbereitung der ersten Beete, haben wir auch die Eltern eingeladen, um uns zu unterstützen und tatsächlich sind einige Mütter und Väter gekommen und haben auch Materialien wie Blöcke für die Umrandung der Beete, Kompost und Mulch mitgebracht.






